KIPPFEHLER DES INDEXSPIEGELS


Kippfehler des Indexspiegels

Der Indexspiegel (großer Spiegel) muss senkrecht zur Instrumentenebene stehen. Man kann leicht erkennen, dass der Indexspiegel den Lichtstrahl nicht genau zum Horizontspiegel (kleiner Spiegel) reflektiert, wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist. Der Kippfehler wird folgendermaßen überprüft: Der Zeiger­arm wird ungefähr in die Mitte des Gradbo­gens bei rund 60° gebracht. Dabei hält man den Sextanten horizontal in Augeshöhe, wobei der Indexspiegel dem Beobachter zugewandt ist. Der Gradbogen ist also vom Beobachter abgewandt, und dieser kann ungehindert direkt auf den Gradbogen sehen und gleichzeitig dessen gespiegeltes Bild im Indexspiegel betrachten.

Jetzt blickt man schräg in den unteren Teil des Indexspiegels und prüft, ob der im Spiegel sichtbare reflektierte Teil des Gradbogens in der gleichen Ebene liegt wie der rechts, dicht neben dem Spiegel direkt gesehene Abschnitt des Gradbogens. Ist kein Kippfehler vorhanden, gehen das reflektierte und das direkt gesehene Bild des Gradbogens ohne Stufe ineinander über. In diesem Fall steht der Spiegel senkrecht und reflektiert korrekt. Tritt dort, wo sich die Bilder treffen, jedoch eine Stufe auf, liegt das reflektierte Bild des Gradbogens demnach höher oder tiefer als der tatsächliche Gradbogen, liegt ein Kippfehler vor.

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An diesem Bild ist eindeutig zu erkennen, dass hier kein Kippfehler vorliegt. Das reflektierte und das direkt gesehene Bild des Gradbogens geht ohne Stufe ineinander über.

Kippfehler des Indexspiegels - Korrektur

Zum Beseitigen dieses Fehlers muss die obere Justierschraube an der Rückseite des Indexspiegels angezogen oder gelockert werden. Diese Schraube drückt gegen die Spiegelrückseite und verändert dessen Neigung. Man verstellt sie so lange, bis das direkte und das reflektierte Bild des Gradbogens ohne Stufe ineinander übergehen. Ist das der Fall, steht der Spiegel senkrecht.

Vor dem Justieren muss eine eventuell an der Justierschraube vorhandene Abdeckkappe entfernt werden, damit die Schraube zugänglich ist. Es gibt unterschiedliche Ausführungsformen von Justierschrauben. Einmal gibt es Justierschrauben, die als normale Schrauben ausgeführt sind und mit einem kleinen Schraubendreher verstellt werden können. Häufiger ist eine Form, bei der der Schraubenkopf ein Vierkant aufweist und mittels geeignetem Vierkantschlüssel verstellt werden kann. (siehe nebenstehendes Bild unten)

Beim Justieren hält man den Sextanten so, wie schon beschrieben und versucht, durch langsames Drehen der Schraube in die eine oder andere Richtung, die Stufe zwischen den beiden Bildern zu entfernen.
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