FUNKTION DES SEXTANTEN

 


Das Prinzip der Messung des Winkels zwischen zwei Punkten besteht darin, dass ein Punkt oder eine Linie (z.B. der Horizont) durch das Peilrohr anvisiert wird (rote Linie). Mit der Alhidade wird das gespiegelte Bild des zweiten Punktes (gelbe Linie) mit dem Ersten zur Deckung gebracht. Der Winkel zwischen den beiden Punkten kann dann im Fenster der Alhidade (Index) abgelesen werden.
Eine Zusatzskala im Schwenkarm ermöglicht Messungen mit einer Genauigkeit von fünf Bogensekunden. Um einen möglichst genauen Wert zu erhalten, muss jedoch die Verbesserung der Messhöhe wegen dem Indexfehler, der Augenhöhe des Messenden bei echtem Horizont, sowie die Lichtbrechung in der Atmosphäre und der Parallaxenfehler des Gestirns berücksichtigt werden.

Wenn Du mit der Maus über die Winkelangaben (00° bis 80°) fährst, siehst Du das Zusammenspiel der Winkel zwischen Index- und Horizontspiegel!

Fahre mit der Maus über die Gradangaben ! > | 00° | 10° | 20° | 30° | 40° | 50° | 60° | 70° | 80°

Ein Sextant sieht auf den ersten Blick relativ kompliziert aus, ist er aber eigentlich nicht. Es ist nichts anderes als ein Gerät zum sehr genauen Messen von Winkeln.

Man wird manchmal mit ähnlichen Begriffen wie Oktant und seltener Quadrant und Quintant konfrontiert und erwartet dahinter andere vielleicht noch kompliziertere Geräte. Es handelt sich aber im Prinzip immer um das Gleiche. Ein Sextant heisst einfach Sextant, weil der Kreissektor den der Hauptteil des Gerätes ausmacht, einem Sechstel-Kreis entspricht. Das Gerät sieht aus wie ein 60° Kuchenstück. Entsprechend sieht ein Quadrant (Viertelkreis) aus wie ein 90° Kuchenstück. Durch das Prinzip der Spiegel lassen sich mit einem Sextanten auf einem 60° Kreissegment Winkel bis 120°, mit einem Quadranten bis 180° messen. Mehr Geheimnisvolles steckt nicht dahinter. Das System von Spiegeln (es sind nur zwei) dient dazu, dass man auf einen Blick und gleichzeitig sowohl den Horizont als auch die Sonne oder ein anderes Gestirn sieht. Ein Spiegel (Indexspiegel) ist drehbar gelagert, so dass man den Horizont und die Sonne gegeneinander ausrichten und anschliessend den Winkel zwischen den beiden ablesen kann.
   

 
 
  r