ENTWICKLUNG - GESCHICHTE von FREIBERGER

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Seit nunmehr 230 Jahren werden in Freiberg feinmechanisch - optische Geräte hergestellt, die die Entwicklung des markscheiderischen Instrumentenbaus wesentlich mitbestimmten und von Anwendern weltweit benutzt werden. Besonders zu nennen sind Vermessungsgeräte wie Theodolite und Nivelliere, die aufgrund ihrer technischen Parameter und Qualität Forschern wie Amundsen und Andree wertvolle Dienste bei ihren Polarfahrten leisteten. Auch solche technischen Ingenieurleistungen wie das Auffahren des 19,5 km langen Simplontunnels erfolgte unter Verwendung Freiberger Theodoliten für die Vermessungsarbeiten.

Das heutige Unternehmen, die FPM Holding GmbH, setzt diese langjährigen Erfahrungen fort. Wir entwickeln und fertigen Vermessungsgeräte verschiedener Genauigkeitsklassen, schwerpunktmäßig für den Einsatz im Baugewerbe, in anerkannt hoher Qualität und haben uns zwischenzeitlich zu einem der technologisch führenden Hersteller von Nivellieren und Bautheodoliten profiliert. Neben dem Gerätesortiment typischer Vermessungsgeräte, wie automatische Nivelliere, Fluchtungsgeräte, Theodolite, Lasernivelliere und entsprechendem Zubehör fertigen wir auch Talsperrenmessgeräte, Sondermessgeräte, Sextanten und Kompasse.

Geschäftssitz 90iger Jahre
 
2.Sept. 1771 Gottlieb Friedrich Schubert wird durch kurfürstliches Reskript zum Bergmechanikus, und gründet in Folge einen freien Gewerbebetrieb zur Herstellung berg- und hüttenmännischer Instrumente.
1791 Johann Gottfried Studer übernimmt die Werkstatt und stellt verbesserte und neue Instrumente her, z.B. den Theodolit
1823 Wilhelm Friedrich Lingke wird Bergmechanikus und vergrößert die Werkstatt
1859 Sohn August Friedrich Lingke wird Eigentümer des Handwerkbetriebes
Julius Ludwig Weisbach, Prof. der Bergakademie Freiberg, benutzt die Geräte von Lingke zu über- und untertägigen Messungen für Anlage und Auffahrung des berühmten Rothschönberger Stollens.
1869 Mechaniker Schramm tritt als Teilhaber ein und stellt seine Räume in der Hainichener Strasse dem Betrieb zur Verfügung
1859 Sohn August Friedrich Lingke wird Eigentümer des Handwerkbetriebes
Julius Ludwig Weisbach, Prof. der Bergakademie Freiberg, benutzt die Geräte von Lingke zu über- und untertägigen Messungen für Anlage und Auffahrung des berühmten Rothschönberger Stollens.
1869 Mechaniker Schramm tritt als Teilhaber ein und stellt seine Räume in der Hainichener Strasse dem Betrieb zur Verfügung
1873 Lingke verkauft den Betrieb an seinen Mechaniker Max Hildebrand
Beginn der industriemäßigen Fertigung von Instrumenten mit 80 Arbeitern, Erhöhung der Qualität und Genauigkeit, Entwicklung neuer Geräte
1893/94 Fabrik-Neubau in der Hainichener Strasse 2a
1912 Sohn Walter Hildebrand führt den Betrieb nach dem Tod von Max Hildbrand
8.Mai 1945 Besetzung der Firma durch die Rote Armee, teilweise Demontage der Maschinen und Ausrüstung, 15 Arbeiter erledigen kleinere Reparaturen an Vermessungs-Geräten und -Instrumenten
28.Okt. 1950 Gründung des Betriebes VEB Freiberger Präzisionsmechanik
1958 Anbau Betriebsgebäude
1962 Erweiterung durch Neubau
1966 Zusammenarbeit mit Carl Zeiss Jena, Erweiterung der traditionellen Produktpalette durch Geräte der Röntgen-Analysenmesstechnik
1972 neue Leichtbauhalle für mechanische Fertigung
1990 Übernahme in Treuhand, Umwandlung in GmbH
1993 Privatisierung der Freiberger Präzisionsmechanik GmbH
Ausgliederung verschiedener Geschäftsbereiche als Firmen
13.Sept.1994 Liquidation der Freiberger Präzisionsmechanik GmbH
1.Okt.1994 Beginn des Geschäftsbetriebes in der FPM Holding GmbH
mit Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von geodätischen und nautischen Instrumenten, Reparatur-Service und mechanischer Lohnfertigung am Standort Freiberg mit 23 Mitarbeitern


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