AUFBAU DES SEXTANTEN - FERNROHRTYPEN

 


LEERROHR ODER VISIEREINRICHTUNG

Bei einem Leerrohr handelt es sich um ein Fernrohr ohne Optik. Es dient als Visiervorrichtung und wird gewöhnlich nur bei der Winkelmessung an terrestrischen Objekten verwendet.


ASTRONOMISCHES ODER UMKEHRENDES FERNROHR

Das astronomische Fernrohr hat meist zwei Okulare mit unterschiedlicher Vergrößerung. Jedes Okular ist im Brennpunkt mit einem Fadenkreuz ausgestattet. Da es nur für Gestirnsbeobachtungen verwendet wird, spielt die Tatsache, dass es die beobachteten Objekte umkehrt oder auf dem Kopf stehend anzeigt, keine Rolle. Sonnenbeobachtungen sind mit diesem Fernrohr besonders gut durchführbar, da es ein größeres und helleres Bild liefert. Der Sonnenrand ist dadurch wesentlich besser erkennbar. Seine Vergrößerung ist 6- bis 10-fach.


GALILEISCHES FERNROHR

Das aufrecht stehende Bilder liefernde Galileische Fernrohr mit geringer Vergrößerung wird heute als kurzes glockenförmiges Fernrohr gebaut. Es wird bei allen gängigen Beobachtungen eingesetzt. Bei älteren Sextanten wurde es ausschließlich für Beobachtungen der Sonne verwendet, nach Verbesserung (Vergrößerung 4x40) wird es nun bei neueren Sextanten sowohl für die Beobachtung der Sonne, als auch von Fixsternen verwendet. Seine Vergrößerung ist 2-, 3- oder 4-fach.

PRISMENFERNROHR

Das Prismenfernrohr besitzt die gleichen Vorteile wie das umkehrende Fernrohr, liefert jedoch ein aufrecht stehendes Bild. Aus diesem Grund ist es besonders für das Messen von Horizontalwinkeln terrestrischer Objekte geeignet. Seine Vergrößerung ist normalerweise 6-fach.

   
 

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